Yoga-Kissen
Wer länger auf dem Boden sitzt, merkt schnell, wie anstrengend Aufrechtsitzen ist. Ein Kissen hebt das Becken an, die Knie sinken tiefer und der Rücken richtet sich fast von allein auf. Für Meditation und Atemübungen ist es deshalb das wichtigste Hilfsmittel nach der Matte.
Die wichtigsten Kissenformen
Zafu
Rund und klassisch
Das traditionelle Meditationskissen aus dem Zen. Rund, mit gefaltetem Rand und meist mit Buchweizenschalen gefüllt.
Halbmondkissen
Platz für die Beine
Die Aussparung lässt den Beinen mehr Raum. Gut, wenn die Oberschenkel bei runden Kissen drücken.
Zabuton
Die Unterlage
Eine flache, gepolsterte Matte unter dem Sitzkissen. Schont Knie und Knöchel bei längeren Sitzungen.
Bolster
Die lange Rolle
Ein festes, längliches Kissen zum Abstützen im Yin und restorativen Yoga. Auch als Sitz quer gelegt geeignet.
Augenkissen
Für die Endentspannung
Ein kleines, schweres Kissen auf den Augen dunkelt ab und entspannt. Oft mit Leinsamen und Lavendel gefüllt.
Die Füllung
Buchweizenschalen
Der Klassiker. Passt sich dem Körper an und bleibt trotzdem stabil. Raschelt leicht und ist recht schwer.
Dinkelspelz
Etwas weicher und leichter als Buchweizen, gut belüftet. Ideal für alle, die es kuschelig mögen.
Kapok
Pflanzliche Faser aus den Kapselfrüchten des Kapokbaums. Leicht und flauschig, gibt aber stärker nach.
Baumwolle oder Schaum
Formstabil und pflegeleicht. Die übliche Füllung für Bolster und Zabuton.
Die richtige Sitzhöhe
Als Faustregel gilt: Die Hüfte sollte etwas höher liegen als die Knie. Dann kippt das Becken leicht nach vorn und die Wirbelsäule richtet sich ohne Kraft auf.
Bei Kissen mit Reißverschluss lässt sich die Höhe anpassen, indem du Füllung herausnimmst oder nachfüllst. Wenn die Knie in der Luft schweben, helfen zwei kleine Kissen oder gefaltete Decken darunter.
Pflege
Ein abnehmbarer Bezug aus Baumwolle lässt sich einfach waschen. Buchweizen- und Dinkelfüllungen freuen sich ab und zu über Sonne und frische Luft, dürfen aber nicht nass werden.